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Bewerbungsunterlagen: Was gehört in die Anlagen?

Aktualisiert am · 10 Min. Lesezeit

Das Anschreiben steht, der Lebenslauf ist fertig, und jetzt kommt die Frage: Was muss noch alles mit? Alle Schulzeugnisse seit der fünften Klasse? Das Erste-Hilfe-Zertifikat? Das Zeugnis vom Minijob vor acht Jahren? Viele Bewerbungen sind entweder zu dünn oder völlig überladen. Hier erfährst du, was wirklich in deine Bewerbungsunterlagen gehört, in welcher Reihenfolge, wie du Zeugnisse scannst und zu einer ordentlichen PDF zusammenfügst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vollständige Bewerbungsunterlagen bestehen aus Anschreiben, Lebenslauf und den Anlagen, also Zeugnissen und Nachweisen, die zur Stelle passen.
  • Die übliche Reihenfolge ist Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse vom neuesten zum ältesten, Abschlusszeugnisse und dann weitere Nachweise.
  • Wer ein Arbeitsverhältnis beendet, hat nach § 109 Gewerbeordnung Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis und kann ein qualifiziertes Zeugnis mit Angaben zu Leistung und Verhalten verlangen.
  • In eine Bewerbung gehören immer Kopien oder Scans, niemals Originale.
  • Anlagen werden am besten zusammen mit Anschreiben und Lebenslauf in einer einzigen, gut lesbaren PDF verschickt.
Inhalt
  1. Was gehört in die Bewerbungsunterlagen?
  2. Was Studien und Zahlen zeigen
  3. In welcher Reihenfolge ordnest du die Unterlagen?
  4. Brauchst du ein Deckblatt?
  5. Welche Zeugnisse gehören in die Bewerbung?
  6. Was solltest du über Arbeitszeugnisse wissen?
  7. Warum Kopien statt Originale?
  8. Wie scannst du Zeugnisse richtig?
  9. Wie fügst du alles zu einer PDF zusammen?
  10. Welche Anlagen brauchst du in welcher Situation?
  11. Welche Fehler passieren bei den Anlagen am häufigsten?
  12. Wie bekommst du Anschreiben und Lebenslauf sauber als PDF?
  13. Checkliste: Sind deine Bewerbungsunterlagen vollständig?
  14. Häufige Fragen
  15. Quellen

Was gehört in die Bewerbungsunterlagen?

Eine vollständige Bewerbung hat drei Teile. Das Anschreiben erklärt, warum du auf genau diese Stelle passt. Der Lebenslauf zeigt deinen Werdegang auf einen Blick. Die Anlagen belegen, was du in Anschreiben und Lebenslauf behauptest: dass du die Ausbildung wirklich abgeschlossen hast, dass dein letzter Arbeitgeber zufrieden war und dass du den Staplerschein tatsächlich besitzt.

Früher hieß das Ganze Bewerbungsmappe und steckte in einem Kunststoffhefter. Heute geht fast alles digital raus, als PDF per Mail oder über ein Formular. Der Begriff Bewerbungsmappe ist geblieben, und die Grundregeln auch: vollständig, passend zur Stelle, sauber sortiert und gut lesbar.

Welche Anlagen im Einzelfall nötig sind, hängt von der Stelle und von deiner Situation ab. Eine Schülerin, die sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, braucht andere Unterlagen als ein Berufskraftfahrer mit zwanzig Jahren Erfahrung. Weiter unten findest du dazu eine Übersicht.

  • Anschreiben: höchstens eine Seite. Wie es aufgebaut ist, erklärt der Ratgeber Anschreiben schreiben.
  • Lebenslauf: meist ein bis zwei Seiten, tabellarisch, neueste Station zuerst. Hilfe findest du unter Lebenslauf schreiben.
  • Arbeitszeugnisse: von deinen bisherigen Arbeitgebern, vor allem die letzten.
  • Abschlusszeugnisse: Schulabschluss, Berufsabschluss oder Studienabschluss.
  • Nachweise: Zertifikate, Fortbildungen, Führerschein, Sprachkenntnisse, Berufserlaubnis oder Anerkennung.

Was Studien und Zahlen zeigen

In welcher Reihenfolge ordnest du die Unterlagen?

Die Reihenfolge folgt einer einfachen Logik: Das Wichtigste und Aktuellste kommt zuerst. Wer deine Bewerbung liest, will schnell sehen, wer du bist und was du zuletzt gemacht hast. Ältere oder weniger wichtige Nachweise kommen weiter nach hinten.

  1. Deckblatt, falls du eins verwendest
  2. Anschreiben
  3. Lebenslauf
  4. Arbeitszeugnisse, das neueste zuerst
  5. Zeugnis über den Berufsabschluss oder das Studium
  6. Schulabschlusszeugnis
  7. Weitere Nachweise, sortiert nach Bedeutung für die Stelle

Brauchst du ein Deckblatt?

Ein Deckblatt ist keine Pflicht. Es ist eine erste Seite mit deinem Namen, der angestrebten Stelle, deinen Kontaktdaten und manchmal einem Foto. In klassischen Papiermappen war es verbreitet. Bei digitalen Bewerbungen lassen es viele weg, weil der Leser dann eine Seite mehr durchblättern muss, bevor er zum Inhalt kommt.

Ein Deckblatt kann sinnvoll sein, wenn du eine Papierbewerbung abgibst, etwa persönlich im Laden oder bei einem Handwerksbetrieb. Es wirkt dann wie ein ordentlicher Umschlag. Bei einer Mail oder einem Online-Formular reicht es völlig, wenn Anschreiben und Lebenslauf einen einheitlichen Kopf mit deinen Kontaktdaten haben.

SituationDeckblatt sinnvoll?Warum
Bewerbung per MailEher neinEine zusätzliche Seite ohne neue Information
Online-FormularNeinDateien werden einzeln hochgeladen und ausgelesen
Papiermappe im Laden oder BetriebKann gut wirkenOrdentlicher erster Eindruck beim Durchblättern
Kreative BerufeJa, wenn gut gestaltetZeigt Gestaltungsgefühl, gehört dann zur Arbeitsprobe

Welche Zeugnisse gehören in die Bewerbung?

Nicht jedes Zeugnis, das du je bekommen hast, muss mit. Entscheidend ist, was für die Stelle aussagekräftig ist. Als Faustregel gilt: Je mehr Berufserfahrung du hast, desto weniger zählen Schulzeugnisse und desto wichtiger werden Arbeitszeugnisse.

Arbeitszeugnisse

Arbeitszeugnisse sind für Berufserfahrene die wichtigsten Anlagen. Leg die Zeugnisse der letzten Arbeitgeber bei, vor allem die der letzten Jahre und die, die zur neuen Stelle passen. Ein Zeugnis vom Studentenjob vor fünfzehn Jahren braucht niemand mehr. Wenn du aktuell noch beschäftigt bist, kannst du ein Zwischenzeugnis beilegen, falls du eins hast.

Zeugnisse von Praktika und Nebenjobs sind vor allem dann sinnvoll, wenn du noch wenig Berufserfahrung hast oder wenn sie direkt zur Stelle passen. Wer sich als Quereinsteiger im Verkauf bewirbt, legt das Zeugnis vom Aushilfsjob im Supermarkt gern bei.

Schulzeugnisse

Bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sind Schulzeugnisse die wichtigste Anlage. Betriebe wollen in der Regel die letzten beiden Zeugnisse sehen, also meist das letzte Halbjahres- und Jahreszeugnis. Hast du den Abschluss schon, gehört das Abschlusszeugnis dazu. Mehr dazu liest du im Ratgeber Bewerbung für die Ausbildung.

Nach einer abgeschlossenen Ausbildung reicht meist das Abschlusszeugnis der Schule. Einzelne Zwischenzeugnisse aus der Schulzeit sind dann nicht mehr nötig.

Abschlüsse, Zertifikate und Nachweise

Berufsabschlüsse wie der Gesellenbrief, das Prüfungszeugnis der Kammer oder die Urkunde über die Berufsbezeichnung gehören immer in die Bewerbung, wenn sie für die Stelle gefragt sind. In der Pflege ist die Urkunde zur Führung der Berufsbezeichnung wichtig, in der Kita die staatliche Anerkennung als Erzieherin.

Weitere Nachweise legst du nur bei, wenn sie zur Stelle passen. Für einen Job im Lager zählt der Staplerschein, für eine Stelle als Berufskraftfahrer der Führerschein mit den passenden Klassen und die Fahrerkarte. Ein Sprachzertifikat ist sinnvoll, wenn in der Anzeige Sprachkenntnisse verlangt werden. Ein Kurs in Fotografie gehört nicht in die Bewerbung als Pflegehelfer.

Was solltest du über Arbeitszeugnisse wissen?

Das Recht auf ein Arbeitszeugnis ist in § 109 der Gewerbeordnung geregelt. Wer ein Arbeitsverhältnis beendet, hat Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Es muss mindestens Art und Dauer der Tätigkeit nennen. Das nennt man einfaches Zeugnis. Du kannst aber verlangen, dass sich das Zeugnis auch auf deine Leistung und dein Verhalten im Arbeitsverhältnis erstreckt. Das ist das qualifizierte Zeugnis, und genau das willst du für Bewerbungen haben.

Das Gesetz verlangt außerdem, dass ein Zeugnis klar und verständlich formuliert ist. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die etwas anderes aussagen sollen, als es auf den ersten Blick scheint. Trotzdem gibt es in Deutschland eine eigene Zeugnissprache, in der kleine Wörter viel bedeuten. „Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ klingt besser als „zu unserer Zufriedenheit“, und das ist kein Zufall.

Für Auszubildende gibt es eine eigene Regel: Nach § 16 Berufsbildungsgesetz muss der Ausbildungsbetrieb am Ende der Ausbildung ein schriftliches Zeugnis ausstellen. Auch hier kannst du Angaben über Verhalten und Leistung verlangen.

  • Frag dein Zeugnis aktiv an, wenn du kündigst oder gekündigt wirst. Sag ausdrücklich, dass du ein qualifiziertes Zeugnis möchtest.
  • Lies das Zeugnis gründlich. Fehlen wichtige Aufgaben oder klingt die Bewertung schwächer als erwartet, sprich deinen früheren Arbeitgeber freundlich darauf an.
  • Ein Zwischenzeugnis kannst du während eines laufenden Arbeitsverhältnisses erbitten, wenn es einen Anlass gibt, etwa einen Wechsel der Vorgesetzten, eine Versetzung oder eine längere Elternzeit.
  • Hast du zu einer Station kein Zeugnis, ist das kein Drama. Du kannst im Gespräch erklären, warum, oder eine Arbeitsbescheinigung beilegen, falls vorhanden.

Warum Kopien statt Originale?

Originale gibst du nie aus der Hand. Bewerbungsunterlagen werden nicht immer zurückgeschickt, und ein verlorener Gesellenbrief oder ein verlorenes Abschlusszeugnis lässt sich nur mit Aufwand ersetzen. In eine Papierbewerbung legst du deshalb saubere Kopien, in eine digitale Bewerbung Scans.

Beglaubigte Kopien brauchst du für normale Bewerbungen nicht. Sie werden manchmal im öffentlichen Dienst oder bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse verlangt, dann steht das aber ausdrücklich in der Anzeige oder im Schreiben der Behörde. Im Vorstellungsgespräch oder bei der Einstellung kann der Betrieb die Originale sehen wollen. Dann bringst du sie mit, zeigst sie vor und nimmst sie wieder mit.

Stellenmappe erstellt dein Anschreiben und deinen Lebenslauf als saubere Text-PDF mit klarem Dateinamen, deine Zeugnisse hängst du einfach an. Die Vorschau ist kostenlos.

Unterlagen erstellen

Wie scannst du Zeugnisse richtig?

Du brauchst keinen teuren Scanner. Eine gute Scan-App auf dem Handy reicht, wenn du ein paar Dinge beachtest. Viele Handys haben eine Scanfunktion schon in der Kamera- oder Notizen-App eingebaut.

  1. Leg das Dokument flach auf einen dunklen, ruhigen Untergrund, zum Beispiel einen Tisch ohne Muster.
  2. Sorge für gleichmäßiges Tageslicht ohne Schatten. Halte das Handy nicht so, dass es selbst einen Schatten wirft.
  3. Scanne jede Seite einzeln und achte darauf, dass alle vier Ecken sichtbar sind. Die App schneidet dann automatisch zu und richtet gerade aus.
  4. Wähle Schwarzweiß oder Graustufen. Das ist gut lesbar und hält die Datei klein.
  5. Speichere als PDF, nicht als Foto.
  6. Prüfe jede Seite auf dem Bildschirm: Ist alles scharf, gerade und vollständig? Sind Stempel und Unterschriften zu erkennen?

Wie fügst du alles zu einer PDF zusammen?

Die meisten Betriebe freuen sich über eine einzige PDF, in der alles in der richtigen Reihenfolge steckt. Das Zusammenfügen ist einfacher als gedacht. Auf dem Computer können viele Betriebssysteme PDFs von Haus aus zusammenführen, zum Beispiel über die Vorschau-Funktion am Mac. Unter Windows helfen kostenlose PDF-Programme. Auch viele Scan-Apps können mehrere Seiten zu einem Dokument verbinden.

Vorsicht bei Online-Diensten, bei denen du Dateien auf fremde Server hochlädst. Deine Zeugnisse enthalten persönliche Daten. Nutze lieber ein Programm auf deinem eigenen Gerät oder einen Anbieter, dem du vertraust.

Nenne die fertige Datei sinnvoll, zum Beispiel Bewerbung_Vorname_Nachname.pdf, und halte sie klein, am besten bei wenigen Megabyte. Wie du die Datei dann richtig verschickst, erklärt der Ratgeber Bewerbung per E-Mail.

  • Anschreiben und Lebenslauf als Text-PDF exportieren, nicht ausdrucken und wieder einscannen. So bleibt der Text scharf und maschinenlesbar.
  • Zeugnisse als Scan-PDF anhängen.
  • Reihenfolge prüfen: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Nachweise.
  • Leere Seiten, doppelte Seiten und Rückseiten ohne Inhalt entfernen.
  • Datei einmal komplett durchblättern, bevor du sie verschickst.

Welche Anlagen brauchst du in welcher Situation?

Die folgende Übersicht hilft dir, die passende Auswahl zu treffen. Sie ersetzt nicht den Blick in die Anzeige: Wenn dort bestimmte Unterlagen verlangt werden, legst du genau diese bei.

SituationNötige AnlagenKann weg
Schüler, Bewerbung um AusbildungLetzte zwei Schulzeugnisse, PraktikumsbescheinigungenÄltere Schulzeugnisse, Urkunden von Sportfesten
Berufseinsteiger nach der AusbildungAusbildungszeugnis, Abschlussprüfung, SchulabschlussZwischenzeugnisse der Berufsschule
BerufserfahreneArbeitszeugnisse der letzten Stationen, BerufsabschlussSchulzeugnisse außer Abschluss, Zeugnisse sehr alter Nebenjobs
PflegefachkraftUrkunde zur Berufsbezeichnung, Arbeitszeugnisse, FortbildungenNachweise ohne Bezug zur Pflege
ErzieherinStaatliche Anerkennung, Arbeitszeugnisse, ZusatzqualifikationenÄltere Praktikumszeugnisse bei viel Erfahrung
Lager und LogistikStaplerschein, Arbeitszeugnisse, Berufsabschluss falls vorhandenKurse ohne Bezug zur Logistik
BerufskraftfahrerFührerschein mit Klassen, Fahrerkarte, Nachweis Weiterbildung, ZeugnisseAlte Schulzeugnisse
Minijob oder AushilfeLebenslauf, eventuell ein aktuelles ZeugnisUmfangreiche Zeugnissammlung
QuereinstiegZeugnisse mit übertragbaren Aufgaben, passende KurseZeugnisse ohne Bezug, wenn sehr viele

Welche Fehler passieren bei den Anlagen am häufigsten?

  • Anlagen fehlen: Im Anschreiben steht „Anlagen: Zeugnisse“, aber im Anhang ist nur der Lebenslauf.
  • Zu viele Anlagen: Dreißig Seiten mit jedem Teilnahmeschein seit der Schulzeit schrecken ab. Weniger, aber passend, wirkt besser.
  • Schlechte Scans: Schief, dunkel, abgeschnitten oder unscharf. Das wirkt nachlässig.
  • Falsche Reihenfolge: Das Abschlusszeugnis von 2012 steht vor dem aktuellen Arbeitszeugnis.
  • Zeugnisse mit Notizen: Markierungen, Kaffeeflecken oder Eselsohren haben in einer Bewerbung nichts zu suchen.
  • Unvollständige Zeugnisse: Die zweite Seite eines Arbeitszeugnisses mit der Schlussformel fehlt.
  • Riesige Dateien: Fotos in voller Handyauflösung machen die PDF so groß, dass sie im Postfach nicht ankommt.

Wie bekommst du Anschreiben und Lebenslauf sauber als PDF?

Die Zeugnisse scannst du selbst. Für Anschreiben und Lebenslauf lohnt sich eine Lösung, die direkt eine saubere Text-PDF liefert. Bei Stellenmappe bekommst du beides als Text-PDF, auf Wunsch mit Pass auch als Word-Datei, mit klaren Dateinamen. Die Scans deiner Zeugnisse hängst du dann einfach hinten an. So hast du in wenigen Minuten eine vollständige Bewerbung in einer Datei.

Checkliste: Sind deine Bewerbungsunterlagen vollständig?

  • Anschreiben ist auf die Stelle zugeschnitten und höchstens eine Seite lang.
  • Lebenslauf ist aktuell und lückenlos oder Lücken sind erklärt.
  • Die Arbeitszeugnisse der letzten Stationen liegen bei.
  • Der für die Stelle nötige Abschluss ist nachgewiesen.
  • Alle in der Anzeige verlangten Nachweise sind dabei.
  • Alles liegt als Kopie oder Scan vor, keine Originale.
  • Die Reihenfolge stimmt: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Nachweise.
  • Alle Scans sind gerade, scharf und vollständig.
  • Alles ist in einer PDF mit klarem Dateinamen zusammengefasst.
  • Die Datei ist klein genug für den Mailversand.

Häufige Fragen

Was gehört alles in eine vollständige Bewerbung?
Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Anlagen. Zu den Anlagen zählen Arbeitszeugnisse, Abschlusszeugnisse und Nachweise wie Zertifikate oder Führerschein, soweit sie zur Stelle passen. Was die Anzeige ausdrücklich verlangt, muss auf jeden Fall dabei sein.
In welcher Reihenfolge ordne ich meine Bewerbungsunterlagen?
Üblich ist: Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse vom neuesten zum ältesten, dann Abschlusszeugnisse und weitere Nachweise. Das Aktuellste und Wichtigste steht vorn. Ein Deckblatt kommt, wenn du eins nutzt, ganz an den Anfang.
Brauche ich ein Deckblatt für meine Bewerbung?
Nein, ein Deckblatt ist freiwillig. Bei Bewerbungen per Mail oder Formular lassen es viele weg, weil es keine neuen Informationen enthält. Bei einer Papierbewerbung, die du persönlich abgibst, kann es einen ordentlichen Eindruck machen.
Welche Schulzeugnisse muss ich beilegen?
Bei einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz legst du meist die letzten beiden Schulzeugnisse bei, bei vorhandenem Abschluss auch das Abschlusszeugnis. Hast du bereits eine Ausbildung oder Berufserfahrung, reicht in der Regel das Abschlusszeugnis der Schule. Ältere Zeugnisse kannst du weglassen.
Habe ich Anspruch auf ein Arbeitszeugnis?
Ja, nach § 109 der Gewerbeordnung hast du bei Ende eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Du kannst ein qualifiziertes Zeugnis verlangen, das auch deine Leistung und dein Verhalten bewertet. Für Auszubildende regelt § 16 Berufsbildungsgesetz den Anspruch auf ein Ausbildungszeugnis.
Muss ich beglaubigte Kopien meiner Zeugnisse schicken?
Für normale Bewerbungen nicht. Einfache Kopien oder Scans reichen aus. Beglaubigte Kopien werden nur in bestimmten Fällen verlangt, etwa im öffentlichen Dienst, und dann steht das ausdrücklich in der Anzeige.
Wie mache ich aus mehreren Dokumenten eine PDF?
Viele Computer und Scan-Apps können mehrere PDFs oder Seiten zu einer Datei zusammenfügen. Achte auf die richtige Reihenfolge und entferne leere Seiten. Nutze für persönliche Unterlagen lieber ein Programm auf deinem eigenen Gerät als einen unbekannten Onlinedienst.

Quellen

  1. Bitkom, Bewerbung fast überall digital, meistens ohne KI (März 2025)
  2. Universität Bamberg, Recruiting Trends: Bewerbung der Zukunft (2017)
  3. § 109 Gewerbeordnung: Zeugnis
  4. § 16 Berufsbildungsgesetz: Zeugnis

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: 26. September 2026.

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